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Die neue Sojaernte der Biobauern in Capanema weist ebenfalls Endosulfan-Rückstände auf, die gemessenen Werte sind allerdings rund ein Drittel tiefer als im letzten Jahr. Was heisst das nun für die Kleinbauern und die gebana in Südbrasilien?

Im März und April 2011 konnten die Biobauern in Capanema, Südbrasilien, ihre neue Soja ernten. Die Erträge waren dank optimaler Wetterverhältnisse gut. Die analysierten Lots zeigen eine deutliche Abnahme der Endosulfan-Rückstände: Mit durchschnittlich 0.028 mg/kg sind sie mehr als ein Drittel tiefer als 2010 (damals lagen die Spuren bei 0.047mg/kg).

Dies zeigt, dass der Einsatz von Endosulfan in der konventionellen Landwirtschaft rücklaufig ist. Dies hat einerseits mit dem Verbot von Endosulfan in Brasilien ab 2013 zu tun. Andererseits zeigt die Informationskampagne der gebana Brasil bei den lokalen Pestizid-Verkäufern Wirkung.

Neue Ernte - neues Glück?

Doch das Problem der Vermarktung der Biosoja ist auch im laufenden Jahr nicht gelöst, obwohl sich positive Entwicklungen abzeichnen. Dank der transparenten Handhabung des Problems im letzten Jahr haben sich die Kontrollstellen sowie einzelne Behörden und Kunden inzwischen auf ein Verfahren geeinigt um zu beurteilen, welche Endosulfan-Werte tolerierbar sind. Dazu wird von jedem Lot die Rückverfolgbarkeit überprüft und eine Risikoanalyse durchgeführt. Stimmen die gemessenen Endosulfan-Werte mit dem Risiko, dem die Produktion zum Beispiel durch ihre Nähe zu konventionellen Feldern ausgesetzt ist überein, wird das Lot für den Export freigegeben.

Ausserdem zeigen ehemalige Käufer Bereitschaft, in diesem Jahr wieder Soja von den Kleinbauern in Capanema zu beziehen. Bei der gebana ist man zuversichtlich, dass die wirtschaftliche Situation der Partnerfirma in Brasilien stabilisiert werden kann.


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